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Landrat Simon Wittmann würdigt Verdienste Willi Neusers – Doppeljubiläum im Schafferhof gefeiert

Neuhaus. (ms) 15 Wahlen hat Willi Neuser in seinem kommunalpolitischen Leben überstanden – immer mit Spitzenergebnissen. Dafür zollte ihm Landrat Simon Wittmann am Montagabend im Schafferhof größten Respekt. „Du genießt bei den Bürgern hohes Vertrauen und hohe Glaubwürdigkeit“, anerkannte der Landkreischef.

Vor der gesamten Spitze des Landratsamtes, den Fraktionssprechern im Kreistag, dem Neustädter Bürgermeister Ruppert Troppmann als Kreisvorsitzenden des Gemeindetages, dem Windischeschenbacher Bürgermeister Andreas Meier sowie Vertretern des bäuerlichen Berufsstandes mit Kreisobmann Erich Schieder und Kreisbäuerin Christa Kick an der Spitze sowie den Abgeordneten Albert Rupprecht und Petra Dettenhöfer würdigte der Landrat die vielfältigen Verdienste Neusers. Anlass für den Empfang war ein Doppeljubiläum: 75. Geburtstag und 20 Jahre Landrat-Stellvertreter.

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Die Hälfte der Landräte macht keinen Urlaub.
Nicht weil sie so arbeitswütig sind, sondern weil sie
ihrem Stellvertreter nicht trauen.
(Landrat Simon Wittmann)


Das „kommunalpolitische Urgestein“ Neuser übt laut Wittmann schon seit 38 Jahren Mandate aus. 1972 sei er in die Fußstapfen seines Vaters getreten und in seiner Heimatgemeinde Riggau zum zweiten Bürgermeister gewählt worden. Und bereits seit 50 Jahren kämpfe er für die Interessen des ländlichen Raums.

Die erfolgreiche Ausweisung des Naturparks sei mit Neusers Verdienst. Im Einklang mit den Bauern seien vernünftige Lösungen gefunden worden. Wittmann erinnerte auch an pragmatische Kompromisse beim Kreisstraßenbau, an die Überführung der Kreiskrankenhäuser in die Kliniken AG und an Neusers rücksichtsvolles Verhalten gegenüber den Landwirten bei der BSE-Krise. „Das hat etwas mit Menschenwürde zu tun.“ Gefürchtet sei sein Stellvertreter bei den Abteilungsleitern im Landratsamt, weil er sich als amtierender Landrat eher vom gesunden Menschenverstand als von den Gesetzen leiten lasse.

Überraschungsgast Neugirg

Besonders betonte der Landkreischef Neusers große Loyalität. Auf ihn sei zu 100 Prozent Verlass. „Die Hälfte der Landräte macht keinen Urlaub. Nicht weil sie so arbeitswütig sind, sondern weil sie ihrem Stellvertreter nicht trauen.“ Als Überraschungsgast glossierte Norbert Neugirg in seiner gewohnt humorvollen Art das Geburtstagskind als „Urlaubs-Landrat von Wollau und Spezialist in Sachen Sau“. Für zünftige Unterhaltung sorgten die „Dampfbröider“ Alfons Gollwitzer und Theo Helgert.

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Noch kein Rückzug

Wittmann nutzte die Gelegenheit, auch seinem zweiten Stellvertreter Horst Frötschl zu danken, der vor einigen Wochen ebenfalls 75. Geburtstag gefeiert hatte. Frötschl gehört seit 1993 dem Kreistag an und ist seit 28. Mai 2008 Vize-Landrat.

 


Riggau gehört samt Wäldern nun zu Pressaths
Odelfeldern, wo Neuser mit im Stadtrat sitzt und
als Patron Riggau beschützt, weil sonst die Pressather
Kadetten Riggau längst eingeebnet hätten, um
dort – laut unbestätigten Gerüchten – ein
Anton-Gareis-Reiterstandbild zu errichten.
(
Norbert Neugirg)


Neuser versicherte, er werde weiter seinem Credo „Ich bin vom Bürger gewählt und daher auch für den Bürger da“ treu bleiben. Er habe bei keinem anderen Geburtstag so viele Glückwünsche bekommen wie diesmal und sei darin bestärkt worden, so schnell noch nicht aufzuhören. Sorge bereite ihm die ganz junge Generation, deren Einsatzbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein kleiner würden. Und zuletzt bekannte Neuser: „Was in den letzten zwei Jahren in Pressath passiert ist, hat den inneren Menschen Neuser verändert.“

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Quelle: Der Neue Tag / ms
Bild: Gerald Morgenstern / Popp

 
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